Samstag, 29. März 2014
hallo e.on, willkommen in der besten aller welten ... für DICH
Stellen Sie sich vor, Sie müssen für Ihre pflegebedürftigen Eltern nicht mehr aufkommen, keine Unterstützung mehr für die eigenen Kinder während der Ausbildung leisten und für Sie besteht keine Pflicht mehr, Steuern und Sozialabgaben abzuführen ... ganz legal ... die Lasten trägt die dummtröge Allgemeinheit ... sanktioniert durch die Volksvertreter der dummtrögen Allgemeinheit.
Alles mit dem Sesam-Öffne-Dich-Schlüssel "mangelnde Wirtschaftlichkeit für einen selbst"-
Sie glauben, "das geht doch gar nicht".
Leider gefehlt, mit die schlimmsten Geschichten schreibt immer noch das (wirtschaftspolitische) Leben: e.on wird sein AKW in Grafenrheinfeld abschalten, nicht aus Umweltverantwortung, sondern wegen "mangelnder Wirtschaftlichkeit".
Und wer die Zeche dafür zahlt, wollen sie aber sicher gar nicht wissen ...

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Freitag, 23. August 2013
Das gedopte Land
Jetzt ist es endlich heraus, die Erleichterung im Land ist deutlich spürbar, man ist nicht mehr allein, dem Nachbar geht es ebenso, wir alle, wir deutschen ArbeitnehmerInnen stehen in der Mehrheit unter Drogen und Alkohol oder sind sogar gedopt.
Für Kenner der "Szene" und deren Rahmenbedingungen war dies kein überraschendes Ergebnis. Wie anders sollte man allwöchentlich die vierzig Stunden überstehen.

Die größeren Sorgen bereiten dabei natürlich die "Dopingsünder". Man mag gar nicht daran denken, wieviele anständige montagsmüde ArbeitnehmerInnen von Ritalinjunkies um ihre unverdienten Karrieren gebracht worden sind. Dagegen sind die Steroidraser der Tour de France ehrliche Wettstreiter unter ihresgleichen.
Es gibt auch schon erste Wiedereingliederungskonzepte, um die Bürger wieder zu einem dopingfreien Leben zu resozialisieren: Schäferpraktika, Sabbatical als Schlaflaborkomparse, Umschulung zum Politiker ...

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Donnerstag, 18. April 2013
... hurra, wir sorgen uns noch ...
Glücklicherweise gibt es eine junge Schweizerin, die aktuell in einer der zermürbenden Castingshows große persönliche Probleme hat, dem täglichen Druck dieser unsinnigen Zeitvergeudung zu trotzen und den finalen Kampf bis zum letzten Mann/Frau erfolgreich zu bestehen.

Wer - wie ich - solche Sendungen nicht ansieht, wird dennoch über Print- und Internetmedien auf dem laufenden gehalten.
Und das ist gut so.

Denn gerade in einem Land wie unserem, in dem Milch und Honig fließen, in dem jeder - selbst mit sinnvoller Betätigung - sein Leben fristen und seines eigenen Glückes Schmied sein kann, keine Armut, Ungerechtigkeit und Benachteiligung bestehen, in dem fähige Politiker sich unserer Probleme annehmen, muss man jeden Tag dankbar sein, dass es junge Leute gibt, die sich der öffentlichen Bloßstellung opfern, damit wir uns in unseren Gesprächen in Bars, Kantinen und an Bushaltestellen auch um irgendjemand und irgendetwas Sorgen machen können ...

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Freitag, 12. April 2013
Sooo wichtig ...
Den modernen Medien sei Dank, es konnte ganz klar bewiesen werden, dass BVB-Trainer Klopp sich Haare transplantieren ließ.

Wie hat er es geschafft, Ärzte zu korrumpieren, um bevorzugt behandelt zu werden? Ganze Arztdynastien umsonst auf der Südtribüne?

Muss, da die Haare unter Plagiatsverdacht stehen, mit Kloppos Rücktritt gerechnet werden? Kann der Verein noch zu ihm stehen? Soll der BVB aus moralischen Gründen auf die weitere Teilnahme im Europapokal verzichten?

Alles falscher Alarm: Klopp hat es einfach zugegeben.
Shit für die selbsternannten moralischen Blockwarte der Sensationsmedien. Sind sie doch von der dankbareren Politprominenz anderes gewohnt.

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Freitag, 5. April 2013
Tägliche Sensationen
"Den Reichen geht das Geld aus, weil die Ziehung der Lottozahlen im ZDF eine Panne hatte, und sie ihr Schutzgeld an Kim Jong Un nicht mehr bezahlen können. Zu allem Überfluss sind ihre Steueroasen von einem Beamtentsunami verwüstet worden."

Das wären Schlagzeilen so recht nach dem "pecunia non olet"-Geschmack der weltweiten Nachrichtenindustrie: "no shit, no money."

Leider handelt es sich aber nur um separierte Sensationen, die - mit Ausnahme der Lottopanne - eher zur alltäglichen Tragik als zur betroffenheitslosen täglichen Informationsbelustigung beitragen.

Und bald werden sie auch wieder vergessen sein, um höchstens beim Jahresrückblick noch einmal zweitverwertet zu werden. Aber Vorsicht: die Konkurrenz ist groß. Gute Chancen für die Lottopanne!

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Donnerstag, 4. April 2013
essays

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